Archiv für die Kategorie „Persönliches“

"Geschmückte" Commerzbank-Arena: der richtige Ort für ein Treffen mit dem Dalai Lama? (Foto: T. Röttcher)
Am vergangenen verlängerten Wochenende verweilte der 14. Dalai Lama zu Gast in Frankfurt am Main. Er, der es wie kein zweiter Geistlicher aus der östlichen Hemisphäre versteht, die Menschen(massen) zu bewegen. Zumindest hier bei uns im Westen.
Erstmals kostete es in diesem Jahr Eintritt, den tibetischen “Gottkönig” live bewundern zu dürfen. Die regulären Ticketpreise bewegten sich zwischen 20 und knapp 250 Euro, wahrlich kein Pappenstiel. Mit “Einmal im Leben den Dalai Lama treffen” fand der Organisator, die gemeinnützige Buddhismus in Frankfurt a. M. 2009 GmbH, jedoch den passenden Slogan, den Andrang auf das Event noch zu verstärken. Der Dalai Lama als kultiger Popstar.
Wir von der ZeitGeist-Redaktion machten uns am Samstag auf den Weg zur Veranstaltung Diesen Beitrag weiterlesen »
Heute nachmittag las ich auf der Startseite von T-Online: “Wählergunst: Guttenberg ist beliebtester Politiker.” Im Text heißt es weiter, er habe – analog einer Emnid-Umfrage sowie der des ZDF-Politbarometers– inzwischen sogar seine Chefin überholt. “Der Aufstieg des schwarzen Barons scheint unaufhaltsam zu sein …” Der Stern fragte zuvor bereits (in seiner Nummer 29 vom 9. Juli): “Kann er auch Kanzler?” Guttenberg grinst dort vom Titelbild – wirkt aber eher so, als hätte er die Nacht durchzecht und keine Zeit mehr gefunden für eine Rasur. Auf die junge Generation mag das “cool” wirken, wie ein Popstar eben – aber doch nur dann, wenn Politik mit Hollywood verwechselt wird!
Warum stehen die großen Medien plötzlich geschlossen hinter Guttenberg? Diesen Beitrag weiterlesen »

Dr. Eugen Gabowitsch (1938-2009)
Erst kürzlich ging mir die traurige Nachricht zu, dass der von mir sehr geschätzte Eugen Gabowitsch nicht mehr unter uns weilt. Er verstarb am 21. Januar in seinem 71. Lebensjahr nach mehrmonatigem Leiden. ZeitGeist-Leser kennen Ihnen noch von seinem chronologiekritischen Beitrag aus Heft 1-2004.
Der promovierte Mathematiker Gabowitsch zählte neben Heribert Illig und Uwe Topper wohl zu den bekanntesten Geschichtsanalytikern hierzulande. Ihnen allen war und ist es ein Anliegen – so verschieden ihre Forschungsansätze auch sein mögen – aufzuzeigen, dass so manches an unserer Zeitrechnung nicht stimmt, womöglich gar Jahrhunderte dazu gedichtet wurden. Gabowitsch, der auch recht gewagte Thesen vertreten konnte (wie etwa die, dass die chinesische Mauer, wie wir sie heute kennen, nicht älter als 50 Jahre ist – was er auch entsprechend belegen konnte), legte stets Wert darauf, von erfundener Zeit zu reden, nicht von Zeitfälschung. Letzeres klang ihm zu sehr nach Verschwörung und hätte überdies den Kern der Sache nicht getroffen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der Aufschwung ist da – zumindest, wenn man es am Zuwachs neuer Parteien festmacht. Während die großen Parteien weiter an Glaubwürdigkeit verlieren (nicht nur angesichts ihrer Profillosigkeit, sondern auch, weil jetzt, die Krise vor Augen, wieder nur an Symptomen herumgedoktert wird, anstatt endlich den Ursachen auf den Grund zu gehen), zeigen sich andere in Gründerlaune. Diesen, den derzeit neu entstehenden “Kleinparteien”, ist gemein, dass sie sich vordergründig nicht als Opposition verstehen, und auch nicht als Protestler mit radikalem Ansatz, sondern vielmehr lösungsorientiert auftreten, das Ganze im Blickfeld.
Ein Auswahl möchte ich hier vorstellen: Diesen Beitrag weiterlesen »

Václav Klaus, couragierter Präsident der Tschechischen Republik
Einer, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält, auch bei offiziellen Anlässen nicht, ist Tschechiens Präsident Václav Klaus. Erst gestern kritisierte er vor dem Europäischen Parlament, dass der Lissaboner Vertrag die Kluft zwischen den Bürgern und der EU vergrößere und stellte dabei sogar die Rolle des Europäischen Parlaments infrage. Er sprach von “Demokratiedefizit, Entscheidung nicht durch Gewählte, sondern durch Auserwählte, Bürokratisierung der Entscheidungsprozesse” und rief ins Gedächtnis, “dass die eine oder andere institutionelle Anordnung der Europäischen Union kein Ziel zum Selbstzweck ist, sondern ein Instrument zu Erreichung tatsächlicher Ziele”. Aufgrund der Nichtexistenz eines europäischen Volkes, so Klaus weiter, würde eine Stärkung des Europäischen Parlaments zu einem “noch größeren Gefühl der Entfremdung der EU-Bürger von den Institutionen führen”. Wie auf der Internetseite des Europäischen Parlaments zu lesen ist, verliesen an dieser Stelle zahlreiche Parlamentarier aus Protest den Plenarsaal. Diesen Beitrag weiterlesen »
Fundierte Recherche wird immer mehr zur Seltenheit, selbst bei mitarbeiterstarken Verlagen oder Agenturen. Sogar die dpa macht sich anscheinend nicht mehr die Mühe, Informationen und ihre Quellen zu überprüfen. Nur so konnte es passieren, dass von der größten deutschen Presseagentur behauptet wurde, schrieb die Abendzeitung, der neue Wirtschaftsminister von Guttenberg führe ein mittelständisches Unternehmen (tatsächlich verwaltet er aber nur mit einem Drei-Mann-Unternehmen das eigene Familienvermögen). Die Ente wurde prompt von dpa-Kunden übernommen Diesen Beitrag weiterlesen »
Frei nach dem Titel eines Supertramp-Albums aus den 70ern, betonte ich erst gestern in einem
Beratungsgespräch, dass wir die globale Finanzkrise nicht zu unserer persönlichen Krise machen dürfen.
Sicher, die “Ansteckungsgefahr” ist groß. Viele Menschen haben jüngst viel Geld verloren, andere ihre Arbeit – oder werden sie noch verlieren. Nichtsdestotrotz liegt bekanntlich in jeder Krise eine Chance. Das Leben wird weitergehen, die Menschen werden auch weiterhin ihre Geschäfte verrichten, Dinge erwerben und Dinge verkaufen – mit oder ohne Geld als Tauschmittel. Der Zusammenbruch Argentiniens nach dem dortigen Staatsbankrott hat gezeigt Diesen Beitrag weiterlesen »
Liebe Leserin, lieber Leser!
Vor über zehn Jahren hörte ich zum ersten Mal von der These, dass Erdöl gar nicht fossilen Ursprungs sei, sondern ein „nachwachsender“ Rohstoff. Mein erster Gedanke damals war: Das kann doch nicht wahr sein. Gefolgt von einem zweiten: Dann wäre ja das Schicksal der Menschheit doch nicht besiegelt! Ganz neue Perspektiven täten sich auf … Und dann kam der dritte, der mich schließlich davon abhielt, das Thema umgehend redaktionell aufzugreifen: Wenn das den falschen Leute zu Ohren käme, wüssten sie es für ihre Zwecke zu nutzen, und das aufkeimende Bewusstsein für die Bewahrung der Umwelt würde sabotiert …
Wie ich später erfahren sollte, wurde tatsächlich manches kolportiert, doch genau aus der Richtung, aus der ich es nicht erwartet hätte. In der vorliegenden Ausgabe lesen Sie deshalb auch, wer die „Grüne Bewegung“ warum finanzierte und dass ein wahrhaftiges Herz für die Natur mit dem instrumentalisierten Klimaschutz ungefähr so viel zu tun hat wie die Biene Maja mit Monsanto. Diesen Beitrag weiterlesen »








